Scannen im Freien und Scannen von Wegen zu Gästehäusern

 

Die 3D-Kameras Matterport Pro und Matterport Pro2 wurden für das Scannen von Innenbereichen entwickelt. Bei Aufnahmen im Freien empfehlen wir dringend die Verwendung von 360°-Ansichten oder einer BLK360. Sie können auch eine 360°-Kamera verwenden, müssen für eine einwandfreie Ausrichtung dann aber möglicherweise einen kleineren Abstand wählen. Sollte die Ausrichtung bei einem Scan nicht passen, löschen Sie ihn und versuchen Sie es noch einmal. 

Eine 360°-Ansicht liefert genau wie ein 3D-Scan ein Panoramabild, ist aber nicht auf andere Scans ausgerichtet. Sie können also nicht auf den Bodenkreis klicken, um in eine andere Scanposition zu wechseln. 360°-Ansichten werden auch nicht in der Puppenhaus-Ansicht oder der Grundrissansicht angezeigt.

Es kann vorkommen, dass Sie ausgerichtete Außenscans brauchen. Vielleicht möchten Sie ja den Weg zu einer abseits gelegenen Garage, einem Schuppen oder einem Gästehaus oder einer Gästewohnung zeigen. Oder Sie möchten einen Spielplatz oder Park in der Nähe scannen, um Ihre Immobilie aufzuwerten. Beispiel:

Außenscans im Modus 3D Scan (3D-Scan) sind möglich, werden aber nicht unterstützt. Der Hintergrund: Die Kamera erfasst die 3D-Daten mithilfe von Infrarotlicht. Selbst bei bedecktem Himmel kann das Infrarotlicht der Sonne zu Ausrichtungsproblemen und unbefriedigenden Ergebnissen in der Puppenhaus-Ansicht und der Grundrissansicht führen.

Wenn Sie dennoch 3D-Außenscans aufnehmen möchten, sollten Sie die nachfolgenden Tipps beherzigen. 

Anleitung 

Erst drinnen, dann draußen 

Scannen Sie erst alle Innenräume. Duplizieren Sie dann das Modell und machen Sie die Außenscans. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für den Scan. Das beste Ergebnis erzielen Sie während der Morgen- oder Abenddämmerung. 

Bei Außenscans ist die Wahrscheinlichkeit von Ausrichtungsfehlern hoch. Diese können sich summieren und die Navigation im gesamten Modell beeinträchtigen. Deswegen sollten Sie Außenscans immer zuletzt durchführen.

Auch bei 360°-Kameras gilt: Scannen Sie erst drinnen, dann draußen. 

Während der zivilen Dämmerung 

Als zivile Dämmerung werden die 30 Minuten vor Sonnenaufgang und die 30 Minuten nach Sonnenuntergang bezeichnet. Die Sonne steht dann bereits tief am Horizont, es ist aber noch hell genug, um alles deutlich zu sehen. 

Kurzer Scanabstand 

Verringern Sie den räumlichen Abstand zwischen den Scanpositionen, um mehr Überschneidungen zu erhalten. 1,5 Meter sind beispielsweise eine gute Option. Diese Verkürzung ergibt eine klarere und deutlichere Ausrichtung. 

Objekte als Ausrichtungshilfe 

Platzieren Sie Objekte im Scanbereich, zum Beispiel Gartenstühle. Matterport Capture kann diese Objekte zur Ausrichtung des Bilds verwenden. Ändern Sie die Position der Objekte zwischen den Scans nicht. Sie sollten während aller Aufnahmen an derselben Stelle stehen. 

Niedrigere Stativhöhe 

In der Regel empfiehlt es sich, die Kamera auf Augenhöhe zu platzieren. Bei Außenscans lässt sich mit einer niedrigeren Stativhöhe von etwa 90 Zentimetern jedoch eine bessere Ausrichtung auf den Boden erzielen. Wenn Sie Ihr Stativ verstellen, sollten Sie während der gesamten Tour dieselbe Höhe verwenden. Höhenwechsel mitten im Scan fühlen sich für die Nutzer später unnatürlich an.  

Zuschneiden 

Das Werkzeug "Trim" (Zuschneiden) hat zwar keinen Einfluss auf die eigentliche Ausrichtung, macht Puppenhaus-Ansichten aber attraktiver. Hier können Sie nachlesen, wie es funktioniert.

Beispiele für Außenscans 

  1. Scan im Halbschatten (vollkommen unbrauchbar)

  2. Scan im Schatten bei Sonnenschein (vollkommen unbrauchbar)

  3. Scan während der Abenddämmerung (brauchbar)

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