Unterstützte Ausrichtung

Bevor Sie beginnen 

Was ist die unterstützte Ausrichtung?

Die unterstützte Ausrichtung ist eine Funktion, die es für Sie einfacher macht, Orte mit einer leeren oder repetitiven Architektur zu scannen.

Beispiele für solche Orte sind:

  1. große, offene Flächen
    • leere Fabrikgebäude, leere Lagerräume, leere Kongresszentren und Ballsäle
  2. lange, gleichförmige Korridore
    • in Schulen, Hotels und Mietlagern
  3. Bereiche mit gleichförmiger und sich wiederholender Architektur
    • etwa eine Umgebung mit gleichmäßig angeordneten Pfeilern (siehe Bild unten) 
  4. Architektur-, Ingenieurs- und Konstruktionsmodelle
  5. Gewerbeimmobilien-Spaces
    • insbesondere Objekte, die größtenteils leer sind (d. h. keine Möbel haben) 

Zuvor konnten diese Orte nur unter großen Schwierigkeiten erfasst werden. Der Mangel an 3D-Daten oder die Tatsache, dass ein neuer Scan einem früheren Scan zu ähnlich war, führten häufig zu Fehlausrichtungen und Ausrichtungsfehlern.

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So verwenden Sie die unterstützte Ausrichtung  

Für die Anwendung der unterstützten Ausrichtung müssen Sie Markierungen wie die unten abgebildete ausdrucken und diese dann vor Ort an wichtigen Positionen aufkleben. Vergewissern Sie sich vor dem Scannen, dass der Schalter „Unterstützte Ausrichtung“ in der Capture App aktiviert ist. 

Alle unterstützten Kameras sind in der Lage, die Markierungen zu erkennen, da sie Teil der 2D-Panoramaaufnahmen werden.

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Die unterstützte Ausrichtung in Matterport Capture aktivieren 

  1. Öffnen Sie die Matterport Capture App auf Ihrem Mobilgerät. 
  2. Tippen Sie auf die Schaltfläche „Mehr“ oben links auf dem Bildschirm. 
  3. Tippen Sie in dem nun erscheinenden Fenster auf „Einstellungen und Datenschutz“. 
  4. Bewegen Sie den Schalter unter „Unterstützte Ausrichtung“ auf die Position „Ein“. 

Was die unterstützte Ausrichtung bewirkt

Während des Scannens prüft die Matterport Capture App Ihre 2D-Panoramabilder und erkennt diese Markierungen. Anschließend verwendet die Capture App visuelle Informationen wie die Größe und Position der Markierung, um die Platzierung des Scans an annähernd der korrekten Position zu unterstützen, und nutzt dann tiefergehende Informationen, um die Ausrichtung zu optimieren.

Markierungen erscheinen in der endgültigen Fassung des Matterport-Space und werden bei der Verarbeitung nicht entfernt. Wenn Sie die Erfassung hauptsächlich für 3D-Daten wie die Punktwolke durchführen, stellt das kein Problem dar. Wenn Ihnen die visuelle Qualität des Space besonders wichtig ist, empfehlen wir Ihnen, weiterhin geeignete 3D-Objekte wie Pflanzen, Stühle und Kisten zur Einbindung in den Space zu verwenden und der Capture App so zugleich etwas zu bieten, auf das sie sich bei der Ausrichtung an zuvor gescannten Positionen stützen kann. Sie können auch Ihre eigenen, mit Ihrer Marke versehenen Markierungen erstellen.

Die unterstützte Ausrichtung mit Matterport basiert auf April Tags aus dem APRIL Lab an der University of Michigan. Wir bedanken uns bei Professor Olson und seinem Team. 

Anleitung  

I. Markierungssätze herunterladen und verwenden 

  1. Laden Sie den Ihrem Papierformat entsprechenden Markierungssatz herunter.
  2. Drucken Sie die Markierungen im Maßstab 1:1.
    • Erweitern Sie die Markierungen nicht auf Postergröße oder zur Anpassung an die Seite. 
    • Achten Sie darauf, dass Sie die Markierungen mitnehmen, wenn Sie den Ort besuchen.
  3. Entscheiden Sie, welche Tags verwendet werden sollen. 
    • Wir haben zwar einen Satz aus 100 Tags zusammengestellt, aber Sie werden nicht alle 100 verwenden müssen. Es ist Ihre Entscheidung, welche Menge genau Sie verwenden, und bei dieser Entscheidung sollten Sie die Größe des Space, den Sie scannen, und seine spezifischen Eigenschaften berücksichtigen. 
  4. Nehmen Sie mehr Markierungen als Sie für notwendig halten. 
    • Denken Sie daran, dass Sie keine Markierungen innerhalb eines Matterport-Modells wiederverwenden können. Bringen Sie also lieber zu viele mit! 

Diese Scanmarkierungen basieren auf AprilTags aus dem APRIL Lab an der University of Michigan. Visuelle Markierungen anderer Systeme oder Unternehmen funktinieren nicht mit Matterport.

II. Die Markierungen platzieren  

  1. Platzieren Sie nach Ihrer Ankunft vor Ort die Markierungen, um Ihren Scan vorzubereiten.with_apriltags_instead_of_objects.png
    • Die Markierungen sollten auf Augehöhe und in etwa 15 Fuß (bzw. 4,5 Meter) Abstand zueinander platziert werden. Diese Entfernung ist keine feste Vorschrift, aber eine allgemeine Richtschnur. 
    • Zum Vergleich: 4,5 Meter ist etwa die Länge einer typischen viertürigen Limousine.  
  2. Wählen Sie die Reihenfolge der Platzierung Ihrer Markierungen. 
    • Die Markierungen können vor Ort in jeder beliebigen Reihenfolge platziert und gescannt werden. Es ist jedoch wichtig, dass Sie daran denken, dass Sie die Markierungen nach ihrer Platzierung nicht wiederverwenden oder verschieben können. 
      • Beispiel: Sie haben zehn Markierungen ausgedruckt und alle zehn gescannt. Nach dem Scannen nehmen Sie Markierung Nr. 1 und verschieben sie an einen neuen Punkt. Das bringt die Capture App durcheinander und kann Ihren Scan verderben. Drucken Sie stattdessen neue Markierungen aus (z. B. Nr. 11–50) und platzieren Sie sie auf den zusätzlichen Scanpunkten.  
  3. Platzieren Sie Ihre Markierungen auf den ausgewählten Punkten. 
    • Befestigen Sie die Markierungen auf ebenen Oberflächen wie Wänden, Pfeilern und Böden. 
  4. Kleben Sie alle vier Ecken Ihrer Markierung fest. 
    • Dadurch wird sichergestellt, dass die Markierungen vollständig bündig mit der Oberfläche sind, auf der sie sich befinden. Wenn dies nicht der Fall ist (und sie sich wellen oder knicken), werden die Markierungen nicht als 3D-Daten erkannt. Das würde die Punktwolke oder das 3D-Mesh stören, das Sie im Laufe des Prozesses exportieren möchten. 
  5. Versuchen Sie, frontale Winkel beizubehalten. 
    • Der beste Ort für Markierungen sind Wände, da sie als symmetrische Form erscheinen. Wie bereits erwähnt, können Sie die Markierungen auch auf dem Boden oder an der Decke platzieren, aber dann sind sie für die Kamera möglicherweise schwieriger zu erkennen (da sie in einem schrägen Winkel erscheinen können). 

III. Die Markierungen scannen 

  1. Öffnen Sie die Matterport Capture App auf Ihrem Mobilgerät.
  2. Tippen Sie auf die Schaltfläche „Mehr“ oben links auf dem Bildschirm. 
  3. Tippen Sie in dem nun erscheinenden Fenster auf „Einstellungen und Datenschutz“. 
  4. Bewegen Sie den Schalter unter „Unterstützte Ausrichtung“ auf die Position „Ein“. 
    • Durch die unterstützte Ausrichtung erhöht sich die Dauer Ihres Scans um zwei bis drei Sekunden. Berücksichtigen Sie das bei zukünftigen Modellen, da Ihnen das Deaktivieren dieser Funktion ein etwas schnelleres Scannen ermöglicht.
  5. Stellen Sie die Verbindung zu der Kamera her und erstellen Sie Ihren Scan.with_apriltags_instead_of_objects.png
    • Der Scanvorgang ist nicht anders als gewohnt – da die unterstützte Ausrichtung mit allen Kameras der Serie Matterport Pro funktioniert, gelten die gleichen Regeln: 
      • Die Scanpositionen sollten in einem Abstand von 15 Fuß (bzw. 4,5 Meter) zueinander und in direkter Sichtlinie zu dem vorherigen Scan und der entsprechenden Markierung liegen. 
  6. Machen Sie Ihre Markierungen in Capture ausfindig.
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    • Die Markierungen werden nicht explizit in der Minikarte angezeigt, aber Sie können auf die Scannummer und dann auf „Scanvorschau“ tippen, um jede Ihrer Markierungen im Bild zu identifizieren. 
  7. Laden Sie Ihr Modell zur Verarbeitung hoch. 
  8. Öffnen Sie, wenn es abgeschlossen ist, my.matterport.com und lokalisieren Sie Ihren 3D-Space. 
  9. Vor hier aus können Sie Ihren Space wie gewohnt anzeigen und teilen. 

Haben Sie noch Fragen? Lesen Sie unsere Anleitung in zehn Schritten, die Sie durch den Scanprozess für Anfänger führt. Außerdem empfehlen wir Ihnen die zusätzlichen Hinweise in unserem Support-Dokument Bewährte Verfahren für das Scannen.